Freitag, 23. März 2018

Liebe erst dich!

Wenn er dich wie jeden Morgen, ob warm, ob kalt, komplimentiert, dir zuhaucht wie wundervoll du heute in diesen Tag aufbrichst – glaube ihm nicht. Glaube ihm nie, auch wenn seine Stimme vor Überwältigung bricht und seine Hände sich in deinem Schoß nach Wärme ringend öffnen; sei kalt.
Wenn er dich nach einem heftigen, dich noch immer schüttelnden, Moment des Glückes mit seinen Augen fixiert als wollten seine Pupillen, bis an die Grenzen seiner Farben geweitet, alles von diesem Augenblick aufsaugen, noch ehe sie die Dunkelheit wieder zuziehen könnte – entziehe dich seinen Griffen, wende dein Gesicht ab. Lass ihn sich nicht verlieren in Poren voll Trauer, Fältchen die nicht vom Lachen kommen und jenen widerspenstigen Brauen, die dunkle Ringe überdachen.
Wenn er dich vorsichtig, während die Nacht schon ausläuft, versucht nährend zu wecken, Lippe an Lippe, dann lass ihn nicht; umgreife sein Gesicht, Fingerkuppen die sagen „Nein!“- nicht weil der nächtliche Atem sich nicht schickt, sondern weil der Hungrige schläft, um seinen Hunger zu vergessen; Nahrung von Ihm, die brauchst du nicht.
Wenn er dir mitbringt, tanzende Stoffe und wehende Kleider, ganz allein für dich, dann trage sie nicht. Hänge sie zu all den anderen verstorbenen Wünschen und Träumen über das, was du gerne einmal wolltest sein, dir jedoch einfach nicht passt. Zieh Stoffe und Kleider über einen Bügel, denn über deinen Bauch voll ungesagter Worte passen diese einfach nicht.
Wenn er dich dann fragt, ob sie dir nicht gefallen, werde böse und reißerisch laut; sag ihm du wärest keine Puppe und dass sich nichts von dem was er wollte jemals unter jenen Stoffen und Kleidern befinden würde – was auch immer er dann sagt,
bitte glaube ihm nicht.
Wenn er streift absichtlich deine Hüften, während du Teller und Pfannen abwäschst und mit ihnen die Gebete unter deinen Fingernägeln, dann stoße ihn weg. Lass ihn wissen, sie sind so stark wie sie aussehen, deine Hüften; er muss verstehen wie sehr du einem Clown nachempfinden kannst, wann immer er meint Hüften, Beine und Bäuche wären Orte zu begehren, Orte zu besuchen, Orte zu sehen. Weine dann um beide, dich und den Clown, aber lass ihn einfach nicht.
Wenn er dich in Nächten unter der Decke zaghaft sucht, schenke ihm nichts als eine abweisende Druckstelle an deinem Fuß.
Wenn er dich auf der Bank sitzend mit einem Arm umschließt, drossele deine Atmung und versteinere.
Wenn er dich auf einer Feier mit seinen Augen sucht, dann vergifte dich selbst mit der Idee er suche alles was hier mit wehenden langen Haaren und noch längeren Beinen trinkt und lacht, nur nicht dich.
Wenn er dich liebt und es dir körperlich erzählen möchte, liebevoll, Botschaft um Botschaft, zart, Geständnis für Geständnis, dimme das Licht und nimm nicht nur diesem Raum all sein Leuchten, spiele in deinem Kopf all deine inszinierten Entdeckungen, schreienden Ängste und brennenden Sorgen ab; während du dir vorstellt wie er jene Frau, mit der du absolut nichts außer die Erinnerung an seine Haut teilst, aus seiner Vergangenheit hält; lass dich vom Zorn durchströmen und fülle jede Zelle deines Körpers mit Ablehnung, bis dich in Fleisch zu lieben einer Unmöglichkeit gleicht.
Wenn er dich egal zu welcher Zeit und egal von welchem Ort holt und sicher in euer Heim bringt, unterdrücke sein fürsorgliches, pflichtbewusstes Sein und serviere ihm eine Platte voll zynischen Komplexen, denn du bist nichts als eine Last, ein Gang zu viel, zu weit.
Wenn er dir Bilder einer gemeinsamen Zukunft malt, dann brich seine Pinsel in zwei, den tieferen Grund und Sinn hast du in deinen Recherchen noch nicht erfassen können, doch er lügt, er lügt.
Wenn er bei deinem, du dachtest unbeobachteten, Gang in die Dusche eine Karte voll wahr gewordener Sehnsüchte und bewundernder Atemstöße entlang der Haut malt, die deinen Körper umgibt, übertöne seine aufrichtigen Lobgesänge an die Natur die dich schuf mit schrillen Schreien; jage ihn aus dem Bad; schließ ab; schließ dich ein; schließ alles was du hast und weine bitterlich während die Tür zwischen euch niemals dick genug sein wird, um ihn vor deinen Lauten zu verschonen.
Wenn er meint es richtig zu machen, finde den Fehler, denn du bist der Fehler.
Wenn er dich würdevoll darum bittet dich zu befreien, entkleide dich bei einer Tausend Watt Glühbirne vor dem wohl grausamsten Spiegel, den ihr besitzt und zeig ihm was er dir antut, während er meint sich dich zumuten zu müssen; tu so  als hättest du ihn nicht wohlwollend missverstanden.
Dann, wenn er nicht nicht mehr kann aber möchte, noch will, aber es nicht mehr schafft dich davon zu überzeugen, auf welche Art und Weise er dich liebt – drehe dich triumphierend im Kreis, schnalze spöttisch mit der Zunge über eine Wahrheit, die du meintest schon immer gekannt zu haben, zeige mit dem Finger auf ihn und beschuldige ihn ein Mal mehr und noch ein Mal und ein weiteres Mal dich belogen zu haben – wende dich siegreich ab während du fällst und verlierst und mime Erleichterung,
denn du hast ihm nie geglaubt.
Lass ihn nicht sprechen, wenn er dir erklärt er liebe dich so als wäre es keine Wahl; unterbrich ihn, wenn er dir aufzeigt er könne dich lieben wie eine Frau, jedoch nicht wie eine Frau, die sich selbst nicht liebt; lache ihn aus wenn er ein Afrikanisches Sprichwort zitiert, welches klagt:
„Traue niemals jemanden der dir oberkörperfrei ein Hemd reichen möchte.“
-Du musst erst dich selbst lieben, bevor du jemand anderem Liebe schenken kannst.-
Wenn er dir von einer Frau erzählt, die deinen Namen trägt und vor vielen Leben einmal losgelöst tanzte, authentisch lachte, wild liebte und mit offenen armen empfing was das Leben ihr in Papier aus reizendem Glück und Kummer gewickelt, schenkte, atme.
Wenn du endlich wieder atmest, lass Sie los. Lass Sie los, Sie, die schwer und groß auf deinem naturellen Instinkt, deiner weiblichen Königlichkeit, deinem Mut und deinem Selbstverständnis dafür gewollt, geschätzt und geliebt zu werden. sitzt und wie ein blockierter Wirbel sämtliche Nerven bis hin zu deinen Fingerspitzen strapazierend lähmt: Sie, die Unsicherheit.
Wenn du losgelassen hast, sinke zusammen und gestehe dir ruhig, aber auch laut, ein wie viel schwerer es ist sich lieben zu lassen, wie viel beängstigender als selbst zu lieben.
Wenn er dir nun sagt er liebe dich, unbeholfen und unkontrolliert, fast so als sage er es zu sich selbst, überwältigt von dem Gefühl Dich zu lieben – glaube ihm.
Glaube ihm.
Glaube ihm.
Glaube ihm.
Wenn er sämtliche Spiegel abhängt, deine Beine vorsichtig unter jenen langen traditionellen Rock, den er so sehr an dir mag, schiebt und mit einem zerbrochenen Pinselende, deine Hand in der Seinen, erneut versucht gemeinsam mit dir zu malen, dich liebt als hätte er keine Wahl – dann glaube Dir nicht, bitte glaube Dir nie, nie mehr.

Sonntag, 15. Januar 2017

Stehst du dir selbst im Weg ?

Glaube mir, wenn ich dir sage, dass eine Liebe, die aus Nutzen, aus dem Wunsch nicht alleine schlafen zu müssen entsteht, die unser Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und nicht unser Verlangen nach Leidenschaft stillt, keine Liebe ist, die dich inspiriert, wenn du dich morgens um sechs umdrehst und deinen Arm um sie legst.

Strebe danach, grundlegende Liebe zu entdecken. Die Art von Beziehung, die dich motiviert, ein besserer Mensch zu werden. Die Art von Intimität, die selten und nicht einfach opportun ist. "Aber ich will nicht alleine sein," ist dann gerne das Argument. Sei alleine. Iss alleine, führ dich selbst aus, schlaf alleine.

Tief in dir drin wirst du so etwas über dich selbst lernen. Du wirst wachsen. Du wirst herausfinden, was dich inspiriert. Du wirst deine eigenen Träume, deine eigenen Überzeugungen und deine eigene großartige Klarheit sehen und pflegen. Und wenn du die Person triffst, die deine Zellen zum Tanzen bringt, wirst du dir sicher sein, weil du in dir selbst sicher bist.

Warte darauf. Bitte. Ich dränge dich, darauf zu warten, dafür zu kämpfen, dir dafür Mühe zu geben, wenn du das schon gefunden hast. Denn das ist das Schönste, was dein Herz je erleben wird.
🙏🏼 Amen

Illusionen

Lasst mich die Illusion zerstören. 
Manch einer wird gelegt in eine Wiege, gebaut aus Privilegien. Manch einem öffnen sich schon mit dem Ausfüllen seiner Geburtsurkunde sämtliche Türen. 
Manch einer tanzt, weil das Universum ihn liebt, von einem erfüllten Traum in den Nächsten. "Manch einer" war ich nie, "manch einer" war nie ich und trotzdem habe ich gelernt - das Universum liebt auch mich. 
Meine Wiege war ein Körbchen und ich stolperte nicht einmal aus Versehen oder Glück mal in einen meiner Träume. Ich rannte vielen Extrarunden bevor man mich überhaupt erst einmal an den Start ließ. 
Ich schaute Studenten zu, während ich versuchte meinen Abschluss zu schaffen, schaute Ihnen zu während, ich pflegerische Aktivitäten in Einrichtungen absolvierte wo man wie Luft behandelt wird , schaute Ihnen zu, während ich ein Sozialpädagogisches Studium begann. Doch viele kleine Schritte führen auch zum Ziel, ehe ich mich durch meine müden Augen versah, schauten andere nun mir zu - ich ergreife die Worte, die man mir nie schenkte. 
Ich weiß, dass unter uns schon viele sind, die in den Himmel schauen wann immer sie ihre Mama oder ihren Papa sprechen wollen, ich weiß es gibt viele von uns, die die Reinigungsräume und Nachtschichtkapseln vieler Gebäude kennen, weil es keine Hand über Ihnen gibt, die aushelfen kann, auch wenn sie bitterlich möchte, ich weiß es gibt viele die selbst schon von kleinen Stimmen "Mama" oder "Papa" genannt werden - die Prioritäten sich verschieben, ich weiß es gibt viele unter uns, die noch nie die verdiente Anerkennung erhalten haben und dabei eine Messlatte erreichen sollen, in welcher 'Mensch sein' kaum machbar ist, ich weiß ich weiß...  Ich weiß, dass Gerechtigkeit nicht bedeutet das Gleiche zu erhalten, sondern so viel, wie nötig ist, um die gleichen Ausgangschancen zu haben. Ich weiß noch etwas: Ich weiß, dass Intelligenz nicht messbar ist, ich weiß, dass du oft nur jemanden brauchst, der dir sagt wie genug du bist, ich weiß, dass die Stärke deiner Eltern in dir noch viel mächtiger gewachsen ist, ich weiß dass ein Kind nicht eine Unterbrechung, sondern eine neue Begleitung auf dem Weg zu deinen Träumen sein kann... 
Ich baue deine Illusionen neu auf.❤️

Sonntag, 8. Januar 2017

Schönsein ist eine Entscheidung.

Manche Menschen denken, dass sie nur glücklich sein können, wenn sie einen Kopf größer wären, eine spitzere Nase hätten oder der liebe Gott ihnen größere Brüste mit auf den Weg gegeben hätte. Auch ich dachte das lange Zeit. Man verurteilt sich selbst und redet sich ein, dass man sich hinten anstellen müsse, um irgendwann mal mit Glück gesegnet zu werden. Es war ein hartes Stück Arbeit (mit vielen Tränen, selbst verachtenden Blicken und immer wiederkehrenden Selbstzweifeln) einen Perspektiven wechsel vorzunehmen. Heute glaube ich, dass Schönsein nicht von DEM einen Aussehen oder Styling abhängt. Es ist vielmehr eine Entscheidung, die wir mit unserem Inneren treffen.
Jeder von uns hat bestimmt schon mal folgende Situation erlebt: Eine Frau betritt den Raum. Ihr könnt nicht beschreiben woran es liegt, aber sie versprüht eine eigenartige Atmosphäre. Das „gewisse Etwas“. Sie lächelt und strahlt durch den gesamten Raum. Ihr fühlt euch in ihrer Gegenwart einfach wohl und für einen kleinen Moment lang angekommen. Solche Menschen, die ein einzigartiges und gleichzeitig positives Gefühl in euch erwecken, sind nicht immer zwangsläufig schön (ich setze es hier mal mit eurem Idealbild gleich, denn wer definiert schon „schön“?!). Es sind eher die Menschen, die sich selbst wertschätzen und mit sich und ihrem Leben zufrieden sind. Schönheit kommt und beginnt von innen. Es hat etwas damit zu tun, wie wir über uns denken und wie wir mit uns umgehen.
Schönsein ist also eine Entscheidung, die wir selbst treffen können. Ich würde sogar einen Schritt weitergehen und behaupten, dass es eine Lebensweise ist. Mit meinen jungen 21 Jahren, habe ich schon viele Frauen unterschiedlichster Körpergrößen, Hautfarben und Gesichtszügen beobachten und kennen lernen dürfen. Die Frauen, die lachten und Zufriedenheit ausstrahlten, waren am schönsten. Denn sobald man sich dazu entscheidet, schön zu sein, bekommt man mehr Selbstvertrauen. Und dieses Selbstvertrauen zieht andere Menschen magisch an. Wir können manche Dinge an uns einfach nicht ändern. Leberflecke, unsere individuelle Anatomie des Körpers, die Form unserer Brüste.
Was auch immer euch an euch selbst stört – wir können es zum größten Teil nicht ändern. Es gibt Menschen, die sterbenskrank sind. Menschen, die durch Krebs keine Brüste mehr haben. Diese Menschen haben einen Grund unglücklich und traurig zu sein. Diese Menschen würden höchstwahrscheinlich sehr gerne mit unseren „Wehwehchen“ tauschen. Das halte ich mir immer wieder vor Augen. Und ihr ab heute vielleicht auch. Das Leben ist viel zu kurz, um unglücklich zu sein. Ich möchte euch gern noch ein Zitat von Louise L. Hay mit auf den Weg geben. Es hängt bei uns am Kühlschrank und inzwischen lese ich es mir jeden Tag durch. 
„Ich bin es wert, geliebt zu werden.“
Ich ehre und akzeptiere mich als den einzigartigen Menschen, der ich bin. Ich bin zufrieden, lebendig und wertvoll. Ich schenke und empfange bedingungslose Liebe.