Manche Menschen denken, dass sie nur glücklich sein können, wenn sie einen Kopf größer wären, eine spitzere Nase hätten oder der liebe Gott ihnen größere Brüste mit auf den Weg gegeben hätte. Auch ich dachte das lange Zeit. Man verurteilt sich selbst und redet sich ein, dass man sich hinten anstellen müsse, um irgendwann mal mit Glück gesegnet zu werden. Es war ein hartes Stück Arbeit (mit vielen Tränen, selbst verachtenden Blicken und immer wiederkehrenden Selbstzweifeln) einen Perspektiven wechsel vorzunehmen. Heute glaube ich, dass Schönsein nicht von DEM einen Aussehen oder Styling abhängt. Es ist vielmehr eine Entscheidung, die wir mit unserem Inneren treffen.
Jeder von uns hat bestimmt schon mal folgende Situation erlebt: Eine Frau betritt den Raum. Ihr könnt nicht beschreiben woran es liegt, aber sie versprüht eine eigenartige Atmosphäre. Das „gewisse Etwas“. Sie lächelt und strahlt durch den gesamten Raum. Ihr fühlt euch in ihrer Gegenwart einfach wohl und für einen kleinen Moment lang angekommen. Solche Menschen, die ein einzigartiges und gleichzeitig positives Gefühl in euch erwecken, sind nicht immer zwangsläufig schön (ich setze es hier mal mit eurem Idealbild gleich, denn wer definiert schon „schön“?!). Es sind eher die Menschen, die sich selbst wertschätzen und mit sich und ihrem Leben zufrieden sind. Schönheit kommt und beginnt von innen. Es hat etwas damit zu tun, wie wir über uns denken und wie wir mit uns umgehen.
Schönsein ist also eine Entscheidung, die wir selbst treffen können. Ich würde sogar einen Schritt weitergehen und behaupten, dass es eine Lebensweise ist. Mit meinen jungen 21 Jahren, habe ich schon viele Frauen unterschiedlichster Körpergrößen, Hautfarben und Gesichtszügen beobachten und kennen lernen dürfen. Die Frauen, die lachten und Zufriedenheit ausstrahlten, waren am schönsten. Denn sobald man sich dazu entscheidet, schön zu sein, bekommt man mehr Selbstvertrauen. Und dieses Selbstvertrauen zieht andere Menschen magisch an. Wir können manche Dinge an uns einfach nicht ändern. Leberflecke, unsere individuelle Anatomie des Körpers, die Form unserer Brüste.
Was auch immer euch an euch selbst stört – wir können es zum größten Teil nicht ändern. Es gibt Menschen, die sterbenskrank sind. Menschen, die durch Krebs keine Brüste mehr haben. Diese Menschen haben einen Grund unglücklich und traurig zu sein. Diese Menschen würden höchstwahrscheinlich sehr gerne mit unseren „Wehwehchen“ tauschen. Das halte ich mir immer wieder vor Augen. Und ihr ab heute vielleicht auch. Das Leben ist viel zu kurz, um unglücklich zu sein. Ich möchte euch gern noch ein Zitat von Louise L. Hay mit auf den Weg geben. Es hängt bei uns am Kühlschrank und inzwischen lese ich es mir jeden Tag durch.
„Ich bin es wert, geliebt zu werden.“
Ich ehre und akzeptiere mich als den einzigartigen Menschen, der ich bin. Ich bin zufrieden, lebendig und wertvoll. Ich schenke und empfange bedingungslose Liebe.
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